Innen-Türen (Zimmertüren)

Die optimale Innen-Tür finden

Als sogenannte Standardtür bezeichnet man klassische Zimmertüren, also Innentüren.

Das sind meist Drehtüren, rechts oder links angeschlagen, häufig in Holzoptik ohne große Anforderungen mit variierenden Schlossformen. 

Innentüren haben einen sehr großen Einfluss darauf, wie unser Zuhause wirkt.

Für die Optik ist die Oberfläche der Tür entscheidend.

Sie haben die Qual der Wahl: Von Echtholz und lackierten Flächen über Glastüren bis hin zu Laminat-ähnlichen Oberflächen.

© Bild: Referenzobjekt Innentür – Heiko Thiele

Müssen alle Innentüren im Haus gleich sein?

Was ist bei der Auswahl von Innentüren zu beachten?

    • Es gibt viele Arten von Innentüren auf dem Markt, die sich in Form, Farbe oder verwendeten Zusatzelementen unterscheiden.
    • Es ist sehr wichtig das Innentüren zusammenpassen und ein komplettes Set sein sollten. Es lohnt sich, dass sie aus einer Linie stammen, aus dem gleichen Material bestehen und ihr Aussehen ähnlich ist.
    • Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie alle gleich sein müssen. Die ausgewählten Aluminium-, Holz- oder PVC-Türen müssen die gleiche Höhe haben. Ebenso wichtig ist die gleiche Oberfläche, einschließlich der Beschläge.

Die Tür für einen bestimmten Raum, für Wohnzimmer, Bad, Schlafzimmer, usw.
Es ist äußerst wichtig, dass die ausgewählten Innentüren richtig auf den Raum abgestimmt sind, in den sie führen.

    • Bestimmte Modelle funktionieren besser in einem Schlafzimmer und andere in einem Badezimmer oder einem Kinderzimmer.
    • Das Badezimmer und das Schlafzimmer sind Räume, in denen es wichtig ist, ein angemessenes Maß an Intimität zu wahren. Daher sollten die dort montierten Türen keine Verglasung haben. Die Badezimmertür muss zusätzlich mit Belüftungsmanschetten oder mit einem „Hinterschnitt“ ausgestattet sein, die eine gute Luftzirkulation gewährleisten und die Bildung von Feuchtigkeit verhindern.
    • Im Wohnzimmer, in dem alle Haushaltsmitglieder Zeit miteinander verbringen, können Sie sich auch für Glasmodelle entscheiden. Sie trennen Räume unaufdringlich voneinander ab und wirken modern.

Wie wählt man die Farbe der Innentüren richtig?
Die Farbe der Tür, die den Eingang zu einem bestimmten Raum darstellt, sollte auf den Stil abgestimmt sein, in dem der Raum eingerichtet wurde.

    • Es geht in erster Linie um die Farbe der Wände, des Bodens und der Decke, aber auch um die Farbe der Möbel und eventueller Zusatzelemente
    • Weißlacktüren harmonieren mit vielen Einrichtungen, denn sie passen zu vielen Einrichtungsstilen. Durch ihre zurückhaltende Farbe sind sie unauffällig und freundlich. Deshalb eignen sie sich besonders gut für Menschen, die gern (um)dekorieren. Es gibt auch Weißlacktüren welche mit Fräsungen versehen sind. Dabei tritt ein glattes Türblatt in den Hintergrund, während die Fräsung des Türblatts großen Einfluss auf Ihren Einrichtungsstil nimmt.
    • Kontrastfarben sind ein Vorschlag für Menschen, die moderne Lösungen schätzen, die von der klassischen Form abweichen.
    • Die einzige Regel, die Sie bei der Farbwahl beachten sollten, ist, dass die Farbe aller Türen im Haus miteinander übereinstimmen sollte, was jedoch nicht bedeutet, dass sie identisch sein sollten.

Oberflächen von Innentüren

Türen mit HPL-bzw. CPL-Oberfläche

    • HPL- und CPL-Oberflächen sind pflegeleichte und lichtechte Laminate aus in Harz getränkten Papierlagen. HPL-Oberflächen (auch: Hochdrucklaminat oder high pressure laminate) haben eine Stärke von bis zu 40mm, während CPL-Oberflächen (auch: continuous pressure laminte) eine Stärke von 15 mm nicht überschreiten. CPL ist aufgrund der günstigeren Herstellung im Endlosverfahren in der Regel preiswerterals HPL.
    • CPL- (Continuous Pressure Laminate) und HPL-Oberflächen (High Pressure Laminate) sind beides robuste, melaminharzgetränkteSchichtstoffe für Möbel und Türen, die sich durch Stoß-, Kratz- und Abriebfestigkeit auszeichnen. Der Hauptunterschied liegt in der Herstellung: CPL wird im kontinuierlichen Endlosverfahren mit konstantem Druck gepresst, was es günstiger macht, während HPL in diskontinuierlichen Pressen unter höheren Drücken und Temperaturen hergestellt wird, wodurch es eine höhere Widerstandsfähigkeit erhält und für besonders stark beanspruchte Flächengeeignet ist.

Türen mit Echtholzfurnier

    • Für Liebhaber natürlicher Materialien sind Furniertüren eine gute Wahl. Besonders hochwertig sind Türen mit einer Oberfläche aus Echtholz. Hier werden dünne Schichten („Furniere“) von Edelholz verwendet, um damit die Oberflächen von Türblatt und Zarge zu überziehen.
    • Jede Holzart hat ihr ganz charakteristisches Erscheinungsbild mit der Mischung aus Farbe und Maserung. Die Spanne reicht von eleganten dezenten Holzoberflächen bis zu markanten, rustikalen Stilen.
    • Um die Furniertüren für den Alltag zu wappnen, verfügen sie zumeist über eine lackierte Oberfläche, doch auch naturgeölte Furniertüren sind möglich. Letztere bringen die Natürlichkeit des Werkstoff voll zur Geltung und unterstreichen, dass man es nicht mit einem Imitat zu tun hat

Massivholz-Türen

    • Neben furnierten Türen – typischerweise die Kombination aus Furnier und Türeneinlage aus Holzwerkstoffen – gibt es auch die komplett massive Innentür-Variante. Durch die Verwendung von Massivholz ist logischerweise auch die Außenseite aus Echtholz.
    • Meistens sind Massivholz-Türen von der Optik her sehr rustikal (z.B. aus hellen Nadelhölzern). Sie fügen sich gut ein in natürliche Wohnstile wie den skandinavischen Landhausstil.
    • Massivholz-Türen sind sehr robust, und kleine Macken vergrößern eher den rustikalen Vintage-Charme, als ein Problem darzustellen. Insbesondere naturgeölte Massivholztüren lassen sich auch gut partiell ausbessern.
© Bild: Referenzobjekt Glas-Schiebetür – Heiko Thiele

Mit Glastüren bringen Sie Licht in Ihre Wohnräume

Glastüren sorgen vor allem in dunklen Räumen oder fensterlosen Fluren für zusätzliches Licht und eine helle, freundliche Atmosphäre. Sie
trennen Räume unaufdringlich voneinander ab und wirken modern.

Dank der verschiedenen Druck- und Schliffvarianten sowie Strukturgläsern sind Ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Wählen Sie einfach die Tür, die in Ihr Zuhause passt. Sie haben die Wahl zwischen Klarglas, satiniertem Glas, Türen mit Motiv und Varianten ohne. Egal, welches Dekor Ihnen gefällt, alle Glastüren haben eins gemeinsam: Sie sind strapazierfähig, unempfindlich und äußerst pflegeleicht.

Achten Sie bei Glastüren auf eine hochwertige Verarbeitung.

    • Sicherheitsglas minimiert die Verletzungsgefahr und ist robust.
    • Man unterscheidet zwischen Einscheibensicherheitsglas (ESG) und Verbundsicherheitsglas.
    • Ersteres veredeln die Hersteller so, dass es besonders stoß- und schlagfest ist.
    • Im Bruchfall zerfällt das Glas in viele kleine, abgerundete Scherben – wie eine Autoscheibe.

Türen mit Verbundsicherheitsglas

    • Bei Türen mit Verbundsicherheitsglas sind zwei Sicherheitsgläser durch eine reißfeste Folie miteinander verbunden. Durch die zwei Gläser ist bei diesen Türen der Schallschutz besser als bei ESG-Türen. Beim Verbundsicherheitsglas bleibt das Glas bei Bruch an der reißfesten Folie kleben.
    • Türen komplett aus Glas zeichnen sich durch eine besonders hohe Pflegeleichtigkeit aus. Die dichte Glasfläche verhindert, dass sich Schmutz dauerhaft festsetzen kann.
    • Ansonsten werden Glastüren natürlich vor allem dafür geschätzt, dass sie freundliches Tageslicht durchs Haus fließen lassen. Die Optik von Glas ist modern, luftig leicht und passt so perfekt zu minimalistischen modernen Wohnstilen.

Weitere Design-Elemente bei der Innentür 

Kantenformen
Auch die Kantenform beeinflusst das Aussehen Ihrer Tür. Am verbreitetsten sind Eckkante, Rundkante, Designkante und Karnieskante.

Die Eckkante ist ein Klassiker.

    • Sie ist besonders schlicht und lässt sich mit verschiedenen Gestaltungsstilen kombinieren.

Die Rundkante wirkt weicher.

    • Durch die abgerundeten Kanten ist sie zudem etwas robuster als eine Eckkante.

Die Designkante ist ein Mittelding.

    • Die Kante ist minimal abgerundet. Dadurch wirkt sie nicht so hart wie die Eckkante. Sie behält aber die gradlinige Anmutung, die bei der Rundkante nicht vorhanden ist.

 Die Karnieskante ist besonders elegant und dekorativ.

    • Das aufwendige Design harmoniert zum Beispiel gut mit Landhaustüren.

Drückergarnituren – Die „Türklinke“

Was wir im Alltag meist „Türklinke“ nennen, ist nur ein Teil der Drückergarnitur und heißt eigentlich „Türdrücker“ oder Türgriff.

    • Indem wir den Türdrücker betätigen, können wir eine Tür öffnen und schließen.
    • Im Inneren der Tür steckt ein Vierkant-Drückerstift, der auf beiden Seiten mit jeweils einem Türdrücker verbunden ist – über den sogenannten Dorn-Teil.
    • Wird einer dieser Türdrücker heruntergedrückt, dreht sich der Vierkant-Drückerstift und verschiebt den Riegel des Türschlosses.
    • Jetzt lässt sich die Tür öffnen.

Drückergarnituren runden die Türblätter optisch ab

    • In erster Linie sorgen sie aber dafür, dass sich eine Tür komfortabel öffnen und schließen lässt.
    • Passen Sie die Drückergarnitur an das Design Ihrer Tür an: Sie haben die Wahl zwischen schlichten, zeitlosen Drückergarnituren, kunstvoll geschwungenen Türgriffen, die gut zu Landhaustüren passen.
    • Darüber hinaus gibt es aber auch moderne und geradlinige Ausführungen.
    • Die Farben und Materialien der Drücker sind vielfältig, sodass Sie für jede Tür den passenden Griff finden.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?
Natürlich sollte Ihnen Ihre neue Drückergarnitur vor allem gefallen. Neben Ästhetik spielen weitere Faktoren bei der Kaufentscheidung eine Rolle:

    • Lebensdauer,
    • Feuerbeständigkeit,
    • Personensicherheit,
    • Einbruchsicherheit
    • Korrosionsbeständigkeit

je nachdem, wo die Drückergarnitur zum Einsatz kommt.
Diese Eigenschaften sind in der Norm „DIN EN 1906“ kategorisiert.

Generell gilt: Je höher die Klassenzahl in einer Kategorie, desto besser die Leistung der Drückergarnitur.

    • So ist eine Drückergarnitur der Korrosionsbeständigkeitsklasse 1 nur gering korrosionsbeständig und eine der Klasse 5 ist extrem korrosionsbeständig.
    • Für normale Zimmertüren reicht im Allgemeinen die jeweils geringste Klasse aus.
    • Wenn Sie jedoch Drückergarnituren für Gebäude mit Brand-, Einbruchs-, Korrosionsgefahr oder viel Publikumsverkehr anschaffen möchten, sollten Sie auf entsprechend höhere Klassenzahlen nach DIN EN 1906 achten.

Gute Türdrücker haben spezielle Hochhaltefedern
Drückergarnituren werden von uns jeden Tag viele Male benutzt.

    • Ein Aspekt, der in der Betrachtung von Drückergarnituren besondere Aufmerksamkeit verdient, ist die Ergonomie und Haptik der Türgriffe.
    • Da Türgriffe täglich vielfach genutzt werden, spielt der Komfort beim Greifen eine entscheidende Rolle.
    • Es kann passieren, dass sie im Laufe der Jahre ausleiern und die Türdrücker durch die Schwerkraft leicht nach unten hängen.
    • Um das zu verhindern, werden spezielle Hochhaltefedern verbaut – auch Rückholfedern genannt. Dank ihnen schnellen die Türdrücker stets wieder nach oben zurück.
    • Achten Sie also beim Kauf unbedingt darauf, dass eine Hochhaltefeder verbaut ist.

Eine kleine Übersicht für Ihre Entscheidungen

Haus-Türen

© Bild: Referenzobjekt Haustür – Heiko Thiele

Innen-Türen

© Bild: Referenzobjekt Innentür – Heiko Thiele

Funktions-Türen

© Bild: SIEGENIA (Freigabe 2019) KFV-Paniktür

Garagen-Tore

© Bild: Garagentor – Heiko Thiele

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