Funktions-Türen (Spezial-Türen)

Türarten nach Funktionalität

    • Sicherheitstür
    • Schallschutztür
    • Brandschutztür
    • Rauchschutztür
    • Strahlenschutztür
    • Paniktür
    • Schlupftür
    • Tapetentür
    • Tresortür
    • Bodentür
    • Geheimtür
© Bild: SIEGENIA (Freigabe 2019) KFV-Paniktür

Merkmale der einzelnen Türarten

Schallschutztür

    • Das Türblatt ist mit einem schalldämmenden und / oder schalldämpfenden Materialgefüllt.
    • Diese Tür hat mindestens eine allseitig umlaufende Dichtungsebene, wobei die im Schwellenbereich meist als absenkbare Bodendichtung realisiert wird.

Sicherheitstür
Eine massive Tür mit diversen für Sicherheit sorgenden Eigenschaften,

    • unter anderem Mehrfachverriegelung mit sogenannten Hintergreifhaken,
    • Profilzylinderschloss,
    • Sicherheitsschließblech
    • und Bandseitensicherung.
© Bild: Brandschutztür – Heiko Thiele

Brandschutztür

    • Eine Brandschutztür, Feuerschutztür oder Feuerschutzabschluss (in Deutschland geregelt nach den Normen DIN 4102-5 und DIN 4102-18) Schutz vor Bränden.
    • Sie muss selbsttätig schließend sein.
    • Die Brandschutztür unterscheidet man in verschiedene Brandschutzklassen wie T30, T60, T90, T129 und T180, wobei die Zahl hinter dem T für Tür angibt, wie viele Minuten die brandschutzgeprüfte Tür ein Feuer mindestens aufzuhalten vermag.

Rauchschutztür
Die Rauchschutztür schützt vor Rauch und unterliegt in Deutschland der Norm DIN 18095.

    • Sie sind
      mit speziellen Dichtungen versehen und müssen wie die Brandschutztür selbsttätig schließen.
    • Als Dichtungen kommen zum Beispiel mechanisch absenkbare Bodendichtungen und Türschließer zum Einsatz.
    • Auch Rauchschutztüren sind hierzulande kennzeichnungspflichtig.

Strahlenschutztür
Eine Tür, die vor Strahlung schützen soll.

    • Bautechnisch realisiert man das mit Bleiplatteneinlagen.
    • Ein derartiger Schutz wäre beispielsweise zum Abschirmen von Röntgenräumen.

Paniktür
Eine Tür, die sich wahlweise von innen lösen lässt, zum Beispiel, indem man einen Drücker betätigt.

    • Diese Türart findet man meist mitunter in öffentlichen Gebäuden.
    • Sie lässt sich bei Gefahr immer in eine Richtung öffnen (sogenanntes Panikschloss), um die Flucht zu ermöglichen.

Schlupftür
Eine Tür die man in ein größeres Tor einbaut.

    • Das entlastet das Tor für den ansonsten aufzuwendenden Öffnungs- und Schließvorgang.

Tapetentür
Ist eine Tür genauso wie die sie umgebende Wand tapeziert, also quasi verkleidet.

    • Man kann sie bei oberflächlicher Betrachtung nicht sofort als Tür erkennen.

Geheimtür
Dabei handelt es sich um getarnte Zugangstür.

    • Meist sind es dreh- oder schiebbare Zugangstüren zum Verstecken.
© Bild: SIEGENIA (Freigabe 2019) KFV-Paniktür

Tresortür
Eine massive Stahltür.

    • Meist mit einem oder mehreren Sicherheitsschlössern.

Bodentür
Bodentüren nehmen keinen zusätzlichen Platz ein, da sie bündig in den Boden integriert sind.

    • Eine Bodentür ist eine Falltür oder Luke, die bündig mit der Oberfläche eines Bodens abschließt. Sie kann sich wie eine normale Tür öffnen und schließen, wird aber auch oft verwendet, um Zugang zu einem darunter liegenden Bereich wie einem Keller oder Zwischengeschoss zu ermöglichen. 
    • Bodentüren können als einfache, versenkbare Luke oder als vollwertige Tür mit Scharnieren und Griff eingesetzt werden.
    • Bodenzugangstüren und -paneele sind im Allgemeinen für den Einsatz auf Etagen konzipiert, wo sie den Zugang zu darunterliegenden Versorgungsleitungen oder Lagerräumen ermöglichen.
    • Eine Bodentür in Werkstätten ist eine bodenbündige und in der Regel auch befahrbare Horizontaltür.

Aufzugstüren
Arten von Aufzugstüren

    • Fahrkorbabschlusstüren (Kabinentüren): Diese befinden sich im Fahrkorb.
    • Schachtabschlusstüren (Schachttüren): Diese bilden den Zugang zum Schacht.
    • Schiebetüren:Häufig bei Personenaufzügen zu finden, können sie zentral oder einseitig öffnen.
    • Flügeltüren:Kommen oft bei Lastenaufzügen vor, meist mit Außenanschlag.
    • Andere Arten:Es gibt auch Gitter-, Falttüren oder Teleskoptüren. 

Bauweise und Sicherheit
Aufzugstüren sind meist Schiebetüren, die Zugang zu einer Aufzugsanlage gewähren.

    • Aufzugstüren sind automatische oder manuelle Schiebe- oder Flügeltüren, die den Übergang zwischen einem Aufzugsfahrkorb und einer Etage bilden. Sie bestehen aus Kabinen- und Schachttüren, die miteinander gekoppelt sind, und sind für die Sicherheit und den reibungslosen Betrieb entscheidend. Aufzugstüren gibt es in verschiedenen Ausführungen wie Glas, Metall oder Holz und können mit smarten Steuerungssystemen ausgestattet sein.
    • Die Türblätter bestehen oft aus Metall (Stahl oder Aluminium), können aber auch aus Glas, Spiegeln, Kunststoff oder Holzfurnier gefertigt sein.
    • Sicherheit: Aufzugstüren sind ein kritischer Bestandteil der Aufzugssicherheit. Sie sind mit einem Antrieb ausgestattet, der die Türbewegung kontrolliert und sie automatisch wieder öffnen lässt, wenn sie auf ein Hindernis trifft.
    • In Deutschland beträgt die Mindestbreite für Personenaufzüge 90 cm, die Höhe beträgt meist 210 cm. 

Sicherheit - Anforderungen an Türen von Nebenräumen- und gebäuden

Türen dienen oft als „Visitenkarte“ des Hauses. Über die Bewertung der Ästhetik darf aber die Sicherheit der Tür nicht vernachlässigt werden.

    • Die Bedeutung der Sicherheit einer Tür ist für alle Türen, die ins Haus führen, gleichermaßen zu berücksichtigen.
    • Nebentüren gelten neben Keller- und Terrassentüren als die am häufigsten von Einbrechern genutzten Eingänge. Deshalb sollten diese über eine einbruchhemmende RC 2 Ausstattung verfügen. Sie sorgt dafür, dass Nebentüren einem Einbruchversuch eines Gelegenheitstäters mit Werkzeugen bis zu drei Minuten standhalten.
    • Studien haben ergeben, dass ein durchschnittlicher Einbruchversuch nicht länger als drei Minuten dauert. Bleibt der Versuch ohne Erfolg, flüchtet der Einbrecher aus Angst, auf sich aufmerksam gemacht zu haben.
Kellerabschlusstüren und Nebentüren sollten über eine einbruchhemmende Ausstattung verfügen. - © Bild: Einbrecher - Fotolia 140050302

Rechtliche Anforderungen an Heizungskellertüren

Ein Knackpunkt in älteren Häusern ist der Heizungskellerraum.

    • Heizkessel oder Öltank können im schlimmsten Fall ein Feuer auslösen. Hier empfiehlt sich der Einsatz einer Stahltür.
    • Neben einer sehr guten Wärmedämmungbieten diese Nebentüren zudem Schallschutz und eine feuerhemmende Funktion.
    • Diese sind häufig optional auch als rauchdichte Türen erhältlich.
    • Aus rechtlicher Sichtsind heute für Nebentüren zum Heizungskeller (als auch für Decken und Wände im Heizungskeller) weit weniger Anforderungen an die Feuerwiderstandsdauer definiert als früher.
    • Die Tür zum Aufstellungsraum der Heizung muss lediglich so beschaffen sein, dass diese selbsttätig und dicht schließt. Sie muss dichtschließend sein, damit die Luft, die für die Verbrennung erforderlich ist, von außen und nicht aus den Innenräumenangesaugt werden kann. 

Ausstattung von Nebentüren zwischen Garage und Wohnraum oder Keller

    • Sollte die Garage direkt an einen Wohnraum anschließen, ist auch hier der Einsatz einer Feuerschutztür zwingend erforderlich. Stahltüren bieten neben einer Feuerhemmung auch die einbruchhemmende RC 2 Ausstattung und Schalldämmung.
    • Optional kann die Nebentür auch rauchdicht ausgestattet werden. So werden nicht nur Feuer und Einbrecher, sondern auch Fahrgeräusche vom Wohnbereich ferngehalten.
    • Im Übergang von der Garage in den Keller muss laut Gesetzgeber eine feuerhemmende Tür eingesetzt werden. Neben Türen mit feuerhemmender Funktion (diese Nebentüren halten dem Feuer bis zu 30 Minuten lang stand, ohne dass das Feuer auf den daneben liegenden Raum übergreift) werden vielfach auch rauchdichte und schalldämmende Nebentüren eingesetzt. Diese Ausstattung soll verhindern, dass sich ein Brand auf das Wohnhaus ausbreiten kann oder eben durch eine Rauchentwicklung die Bewohner des Hauses gefährdet werden.
    • Türen im Übergang von der Garage in den Keller sollten zudem am besten mit einer einbruchhemmenden Widerstandsklasse ausgestattet sein. Dies ist deswegen ratsam, da der Einbrecher sich innerhalb der Garage in einem blickgeschützten Raum befindet und somit auch bei längerem Einbruchsversuch nicht Gefahr läuft, von Nachbarn oder Passanten entdeckt zu werden.
Übergangstüren in Nebengebäude wie zwischen Garage und Keller müssen funktional ausgestattet sein. Einbruch- und Feuerschutz sind besonders wichtig. - © Bild: Verzweifelte Hausbesitzer nach Hausraub – fotolia: Antonio Guillem

Eine kleine Übersicht für Ihre Entscheidungen

Haus-Türen

© Bild: Referenzobjekt Haustür – Heiko Thiele

Innen-Türen

© Bild: Referenzobjekt Innentür – Heiko Thiele

Funktions-Türen

© Bild: SIEGENIA (Freigabe 2019) KFV-Paniktür

Garagen-Tore

© Bild: Garagentor – Heiko Thiele

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